Aus: Nolli-Monatsheft, Oktober 1978
Das Pornokino ist weg!
Im letzten Jahr noch Forderung (One way: "Das Pornokino muß weg!") und Gebetsanliegen - jetzt Wirklichkeit: Das Pornokino, unser hautenger Nachbar mit dem schmutzigen "Kontrastprogramm" hat dichtgemacht.
Die Gründe sind geschäftliche Schwierigkeiten gewesen. Kein Wunder, bei dem Angebot echten Lebens nebenan...
In der Zeit, als die Besucherzahlen im Metropol ständig sanken, ist die Gemeinde so stark gewachsen, daß Sonntagmorgens ein Gottesdienst nicht mehr ausreichte. Seit Juli gebt es schon zweimal ca. 400-köpfige Versammlungen am Vormittag.
Aber - Gott erhört die Gebete auf seine Art. Und so entsteht eine Diskothek mit allen Schikanen (z.B. Laserlicht) nebenan, die so attraktiv eingerichtet wird, daß die jungen Besucher wahrscheinlich in Scharen hereinströmen werden.
Schon wieder die falsche Nachbarschaft? Sollen unsere Lieder von dröhnenden Lautsprecherboxen übertönt werden?
Wir glauben, daß Gott uns ein Missionsfeld direkt vor die Tür gesetzt hat. Sicher werden Neugierige dutzendweise in unsere Gottesdienste hineinplatzen, weil es zwar einige Diskotheken mit heißem Sound gibt, aber nur ein Jesus-Center!
Ob sie kommen oder vielleicht einen Besuch nicht wagen - Gott hat sich etwas dabei gedacht. Denn einerseits wird uns der Disko-Lärm motivieren, unserem Christlichen Zentrum gegenüber der Deutschen Oper zielbewußter entgegenzuarbeiten. Und andererseits wird unser missionarischer Eifer zwangsläufig aufgeweckt.
