Ein Wendepunkt in der Geschichte des CZB kam im März 1982, als der Saal am Nollendorfplatz geräumt werden musste und die Kirche am Südstern als eine neue Heimat für den CZB gekauft wurde. Hier folgt ein Brief an alle "Club-7000" Mitglieder. Ursprünglich plante die Gemeinde ein neues Gotteshaus auf einem Grundstück in der Nähe von der Deutschen Oper zu bauen - aber Gott hatte andere Pläne...
Berlin, 30. März 1982 VS/sd
Liebes Club-7000 Mitglied,
Gott führt Sein Volk auf wunderbare Weise! Nach der traurigen Nachricht, daß aus wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Gründen (Hausbesetzungen) in dem Sanierungsgebiet an der Deutschen Oper in den nächsten Jahren nicht gebaut werden kann, sahen wir uns als Christliches Zentrum Berlin mit größten Schwierigkeiten konfrontiert:
1. Die Räumlichkeiten am Nollendorfplatz sind, wie Sie alle wissen, für unsere stetig expandierende Arbeit viel zu klein geworden.
2. Der Plan, im Opernviertel ein Zentrum zu bauen, läßt sich für die nahe Zukunft nicht realisieren.
3. Zu alldem traf uns die Nachricht wie ein Schlag, daß unser 10-Jahresvertrag, der zum 31. März 1982 auslief, nicht weiter verlängert wird. Wie die Presse mitteilte, sollen unsere Räume als Fernsehstudio für das "Metropol" umgebaut werden.
Dieses Dilemma führte Mitglieder des CZB und viele Freunde, die um diese Situation wußten, in ernsthaftes Gebet um die Führung Gottes. Unser Herr kommt nie zu spät! Gerade zur Zeit größter Not öffnete sich eine Tür. Die traditionsreiche, zentral an der U-Bahn gelegene Kirche am Südstern, eines der größten Gotteshäuser Berlins mit 1200 Sitzplätzen (erweiterbar auf 1600) stand plötzlich zum Verkauf. Diese mit viel Liebe vollständig restaurierte Kirche bot sich als unübersehbares Zeichen des souveränen Handelns Gottes an. Zu den sofort mit Landeskirche und Oberfinanzdirektion Berlin geführten Verhandlungen schenkte Gott Gnade. So kann das CZB für die nächsten Jahre eine neue, seinem missionarischen Auftrag entsprechende Heimat finden, ohne das Grundstück im Opernviertel aufzugeben.
Die Kirche am Südstern ermöglicht uns weiter zu wachsen und in eigenen Räumen überkonfessionelle Kongresse, Seminare und Schulungen durchzuführen. Sie steht im Herzen der schwergeprüften Stadt wie ein Leuchtturm als Zeichen der Hoffnung und Versöhnung.
Die Oberfinanzdirektion als Vertreter der Bundesrepublik erklärte sich nach den in großer Offenheit geführten Gespräche bereit, dieses herrliche Gotteshaus mit Grundstück zum Preis von DM 789.000 dem CZB zu verkaufen.
Mit diesem Brief bitten wir Sie herzlich, Ihre Club-7000 Beitragszahlungen für den Erwerb dieses mit neuem Leben zu füllenden Gotteshauses zur Verfügung zu stellen. Damit würden wir gemeinsam einen großen Schritt der Erfüllung des "Plan 2000" entgegengehen.
Nachdem Vorstand und Mitgliederversammlung am 24. März 1982 in harmonischer Absprache für den Kauf der Kirche gestimmt haben, bitten wir auch Sie, dieses Anliegen im Gebet vor dem Herrn zu bewegen.
Da wegen der Kündigung der Räume am Nollendorfplatz die Zeit drängt, dürfen wir annehmen, daß wenn kein gegenteiliger Bescheid bis zum 15. April 1982 erfolgt, Sie mit Freude unserer Entscheidung gefolgt sind.
Nach einigen geringen notwendigen Umbauten werden wir Sie zur Einweihung im Sommer einladen.
Für Ihr großes Vertrauen und treuen Beistand in all den Jahren danken wir Ihnen ganz herzlich und verbleiben
mit den besten Segenswünschen
Ihr
Volkhard Spitzer, Pastor
Rolf Schwarzfeller, Geschäftsführer